Mittwoch, 19 Dezember 2018

Mehrkatzenhaushalt

Mehrere Katzen halten

Die Katze ist ein Individualist mit einem eigenständigen Wesen, aber deshalb nicht zwangsläufig ein Einzelgänger! Viele Katzen pflegen einen freundschaftlichen Kontakt mit Artgenossen in ihrem Haushalt und auch außerhalb kann es bei Freigängern zu tollen Freundschaften kommen.

Die Geselligkeit einer Katze ist zum einen genetisch bedingt und zum anderen von den Erfahrungen der Katze im Welpenalter abhängig. Wenn Sie sich für eine Katze als Haustier entscheiden, überlegen Sie sich vorher, inwieweit es sinnvoll ist, von Anfang an zwei oder mehrere Tiere zusammen zu halten.

"Socke" und der Nachbarskater verstehen sich gut. Sie spielen und raufen miteinander.

        

Meine Leistungen:

● Unterstützung bei der richtigen Auswahl mehrerer Katzen oder eines Partnertieres

● Beratung zur „Vergesellschaftung“ mehrerer Katzen

● Einrichtungstipps für eine katzengerechte Wohnung

● Behandlung von Problemen im Mehrkatzenhaushalt

 

 

Sozialisation und Vergesellschaftung von Katzen

Es ist wenig sinnvoll, sich nur eine Katze anzuschaffen, wenn diese die meiste Zeit alleine als reine Wohnungskatze lebt. Im besten Fall reagiert die Katze mit Verhaltensproblemen. Das ist gut, denn dann können Sie reagieren! Im schlimmsten Fall leidet die Katze still! Für Sie als Halter scheint die Katzenwelt in Ordnung, doch irgendwann können unerwartet Verhaltensprobleme auftreten, deren Ursache in einem schon lang andauerndem, für die Katze, misslichen Zustand liegt.

Das innerartliche Sozialverhalten zwischen zwei Katzen ist sehr komplex. Katzen liegen nebeneinander im Körperkontakt, lecken sich gegenseitig das Fell und spielen miteinander. Ob Wurfgeschwister (hier spielt auch das Geschlecht der Tiere eine Rolle), gemeinsam aufgewachsene Tiere oder Tiere aus dem Tierschutz, die sich offensichtlich gut verstehen, die Sozialverträglichkeit ist ein wesentlicher Aspekt bei der Auswahl. 

Selbstverständlich können mitunter auch erwachsene Katzen mit etwas Geduld „vergesellschaftet“ werden. Hierbei sollte einiges beachtet werden. Denn, wenn die Vergesellschaftung mißglückt, kommt es für Mensch und Tier zu Stresssituationen. Es ist nicht schön, wenn aus diesen Gründen ein Tier wieder abgegeben werden muss und das verbliebene Tier, aus Angst vor einer neuen Zusammenführung mit einem anderen Tier, als Einzeltier leben wird. Gehen Sie behutsam vor und setzen Sie die Tiere nicht gleich am ersten Tag zusammen! Katzen sind Reviertiere und verteidigen mitunter ihr Revier. Auch können durch Ängste Aggressionen entstehen. Eine Vergesellschaftung braucht Ruhe und Zeit. (Oder was würden Sie dazu sagen, wenn Sie eines Abends nach Hause kommen und ein Fremder plötzlich auf ihrem Sofa sitzt und sich am Kühlschrank bedient hat? Umarmen Sie diesen Menschen gleich?! Sie wären auch nicht begeistert! ;-)

 

                                                                                                                                                                                                                            

Voraussetzungen für Mehrkatzenhaushalt

Die wesentlichen Aspekte bei der Haltung mehrerer Katzen sind:

Wie groß ist das Revier für die Katzen?

    - katzengerechte Wohnung (optimal pro Katze 1 Zimmer) oder Haus mit Garten?

● Wie viel Zeit habe ich täglich, um mich mit meinen Katzen zu beschäftigen?

● Wie hoch sind die Kosten (Futter und Tierarzt)?

● Wie ist meine zukünftige Lebensplanung? (Katzen werden bis zu 20 Jahre alt!)

● Welche Art von Katze möchte ich? (Schosskatze oder rastlosen Wirbelwind?)

● Berücksichtigen Sie bitte, dass einige Rassekatzen besondere Bedürfnisse haben.

Zu zweit wird es nicht langweilig!     

 

Bedenken Sie bitte, dass die Größe einer Katzengruppe wesentliche Auswirkungen auf das Wohlbefinden der Katzen hat. Jede Katze hat ihre ganz individuellen Bedürfnisse, die je größer die Gruppe ist, je nach Persönlichkeit der Katze, leicht übersehen werden. Somit kann es zu Problemverhalten bis hin zu stressbedingten Krankheiten bei den Tieren kommen. Eine Faustregel bezüglich der Anzahl der Katzen besagt:

Halten Sie nie mehr Katzen zusammen, als Hände im Haushalt sind!

 

 

      

Die Vergesellschaftung von "Stinker und Socke" fand über mehrere Wochen statt. "Socke", als wild geborener Kater, musste zudem noch zusätzlich an Menschen gewöhnt werden. Er ließ sich anfangs nicht anfassen. Die Annäherung der beiden Katzen erfolgte Stück für Stück und die Eingewöhnung Raum für Raum. In den letzten vier Wochen der Vergesellschaftungsphase wurden die Katzen nur noch nachts getrennt. Jetzt akzeptieren sich beide und suchen sich ihre Plätze, die allerdings auch mal verteidigt werden.

 

 

 

 

 

 

Bei Problemen gilt: Je frühzeitiger Sie reagieren, umso leichter können die Konflikte gelöst werden.

 

 

 

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